Was ist eigentlich der Borkenkäfer?  

Der Buchdrucker (Ips typographus), allgemein bekannt als Borkenkäfer, kommt in ganz Europa natürlicherweise vor. Er ist einer der größten Schädlinge unserer Fichtenwälder. 

Zu Beginn jeder Vegetationsperiode kann der Borkenkäfer ausschwärmen, wenn die Temperaturen mehrere Tage lang 18 bis 20°C überschreiten. Dadurch können zwischen April und Anfang Oktober zwei oder sogar drei Generationen von Insekten aufeinander folgen. Der Lebenszyklus des Borkenkäfers ist sehr eng mit der Temperatur verbunden. Es wird durch warme Temperaturen (ca. 20 ° C) aktiv und durch geringen Niederschlag begünstigt. Ausgewachsene Käfer können nach dem Legen ihrer ersten Eier aus dem Baum kommen und eine zweite Generation in anderen Bäumen legen. 

Der Buchdrucker gilt als Sekundärinsekt. Unter normalen Bedingungen greift es keine gesunden Bäume an, sondern konzentriert sich auf geschwächte Individuen. Gestresste Bäume können weniger auf Angriffe reagieren. Schon ein leichter Angriff von Insekten kann ausreichen, um diese Bäume zu töten. 

Der Befall gesunder Bäume kann bei starkem Schwärmen des Insekts auftreten. Dies tritt häufig auf, wenn Parameter der Umwelt vorhanden sind, die eine starke Zunahme der Populationen ermöglichen. Windfall begünstigt die Bedingungen für den Borkenkäfer. Sturmepisoden stellen daher ein großes Risiko für ein Bevölkerungswachstum dar. 

Ein schwerer Angriff des Buchdruckers führt fast zwangsläufig zum Tod der betroffenen Bäume, wenn diese vorgeschädigt sind (hohe Temperatur, wenig Niederschlag, Trockenheit). Die Entwicklung der Larven und die Verlängerung ihrer Gänge unterbrechen allmählich das Gefäßsystem der Fichte, welches für die Nährstoff- und Wasserversorgung zuständig ist.Der Baum stirbt in den Wochen oder Monaten nach der Entwicklung von Borkenkäfern ab. Bäume mit einem Umfang von mehr als 60 cm stellen die empfindlichste Population dar. 

Die ersten beobachtbaren Symptome sind einzelne Eintrittslöcher. Diese Löcher sind über die Rinde verteilt und relativ schwer zu erkennen. Andererseits ist das Sägemehl der Bohrlöcher deutlich sichtbar. Es befindet sich am Fuße der Bäume oder auf ihrer Rinde, wodurch auch betroffene Bäume identifiziert werden können. In diesem Stadium sind regelmäßig Harzaustritte sichtbar.

Gutes vorbeugendes Management, schnelle Erkennung von Bedingungen, die für den Buchdrucker günstig sind, sowie schnelles Fällen und Sichern von Käferholz sind die einzigen Waffen gegen diese Schädlinge. 

 

Quelle: OWSF

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Referenz: https://www.forstpraxis.de/rheinland-pfalz-verstaerkt-unterstuetzung-fuer-waldbesitzer/ 

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